BMW Motorrad Days 2019: MAGURA mit Wheelie-Simulator

Auch in diesem Jahr ist MAGURA wieder mit einem eigenen Stand und einem besonderen Highlight bei den BMW Motorrad Days vor Ort: zusammen mit Stuntfahrer Dirk Manderbach präsentiert MAGURA einen interaktiven Wheelie-Simulator. Mithilfe eines echten Motorrads können auch Anfänger und unerfahrene Biker erleben, wie es sich anfühlt im zu Wheelie fahren – ganz ohne Risiko und mit Gute-Laune-Garantie.

Die BMW Motorrad Days finden dieses Jahr wieder vom 05.-07. Juli in Garmisch-Partenkirchen statt. An drei Tagen erwartet die rund 40.000 Besucher ein abwechslungsreiches Programm. Neben zahlreichen Shows haben Besucher zudem die Möglichkeit die Faszination der Marke BMW Motorrad hautnah zu erleben – sei es bei geführten Alpenrundfahrten auf BMW Motorrädern, On-Road Probefahrten oder einem Trial-Schnuppertraining für Kinder.

Dirk Manderbach ist seit 1999 als Stunt- und Showfahrer aktiv. Darüber hinaus ist er Testfahrer für diverse Marken und Gründer der Wheelie-Schule „Stunt for Life“, die Fahrtechnik- und Sicherheitstrainings anbietet.


Erstes Rennwochenende GSX-R Cup: 2 Rennen, 2 Podestplätze

Danny Märtz belegt das zweite Mal am Wochenende den zweiten Platz.

Was für ein Wochenende! Danny Märtz (MAGURA) positionierte sich in beiden Rennen des GSX-R Cups am Lausitzring auf Platz zwei und setzte sich damit gegen Bálint Kovàcs durch, der von in beiden Qualifikationsläufen auf Pole fuhr. Schneller war nur der Schwede Jesper Hubner, der in beiden Rennen Rang 1 belegte.

Danny Märtz holt für MAGURA den zweiten Platz beim GSX-R Cup am Lausitzring. (Foto: Cojones Pictures)

Obwohl es nicht für Platz 1 gereicht hat, ist das Team um Danny Märtz zufrieden mit dem Verlauf des Wochenendes.
„Wir sind insgesamt sehr zufrieden“, erklärt Technikchef Dirk Walter. „Wir hatten insgesamt wenig Zeit, um das Motorrad optimal auf Danny abzustimmen. Die Erkenntnisse, die wir aber an diesem Wochenende gewonnen haben helfen uns im Hinblick auf die kommenden Rennen weiter. So oder so, mit Dannys Leistung und dem jetzigen Ergebnis sind wir mehr als zufrieden.“

Danny Märtz (Foto: Cojones Pictures)

Das nächste Rennen des GSX-R Cups findet vom 21.06-23.06 in Zolder statt. Die Rennserie wird im Rahmen der IDM ausgetragen.

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GSX-R Cup Qualifikation: Danny Märtz auf Platz 2

Danny Märtz – GSX-R Cup Lausitzring – Cojones Pictures

Das erste Rennwochenende des GSX-R Cups ist in vollem Gange. Nachdem das Wetter am Freitag durchwachsen aber trocken blieb, profitieren die Fahrer am Samstag von wärmeren Temperaturen und wolkenfreiem Himmel.

Das MAGURA Werksteam mit Fahrer Danny Märtz belegt nach den Qualifikationsläufen Platz 2. Trotz technischer Probleme während des freien Trainings fuhr Danny Märtz fast optimale Rundenzeiten. Lediglich Kovacs Balint war knapp zwei Hundertstelsekunden schneller.

„Nachdem wir mit ein paar technische Probleme lösen und einige Feinabstimmungen vornehmen mussten, kamen wir sehr nah an unsere Zielzeit ran. Die Bedingungen sind gut und wir haben eine fast optimale Ausgangsposition. Mit so einem Saisonauftakt sind wir sehr zufrieden,“ sagt Fahrer Danny Märtz.

Das heutige Rennen beginnt um 16:20 Uhr. Das zweite Rennen findet am Sonntag um 10:35 Uhr.


30 Jahre Partnerschaft

Seit über drei Jahrzehnten arbeitet MAGURA mit Stefan Schlie zusammen. Die langjährige Kooperation verschob nicht nur vermeintliche Grenzen in der Fahrtechnik, sondern brachte auch technologische Weiterentwicklungen hervor – von der ersten hydraulischen HS-Felgenbremse bis zum ABS für eBikes und S-Pedelecs.

Als Fahrer der ersten Stunde, mehrfacher Vizewelt-meister, Mannschaftsweltmeister und Deutscher Meister im Trial, fuhr Stefan Schlie alle großen Erfolge auf MAGURA ein. Nach seiner aktiven Wettkampfkarriere arbeitete er weiterhin als Markenbotschafter auf Events und Shows mit MAGURA zusammen und war maßgeblich an der Entwicklung der ersten MT-Generation sowie kontinuierlichen Weiterentwicklungen beteiligt.

Neben des Engagements im Wettkampfsport und bei Fahrtechniktrainings
zielt die Kooperation auf die Entwicklung neuer und straßenverkehrs-tauglicher E-Mobilitätskonzepte ab. Stefan Schlie´s Erfahrungsschatz beeinflusste die Konzeption des Bosch eBike ABS, das in Kooperation mit MAGURA entwickelt wurde. Für die neue Technologie entwickelte MAGURA eigens ein neues CMe Bremssystem.

Seit 30 Jahren Partner: MAGURA und Stefan Schlie.

„Durch den aktuellen eBike Trend kommen immer mehr Leute zurück zum Radfahren. Das neue Bosch eBike ABS kann besonders bei dieser Gruppe die häufige Unfallursache Überschlag und ein Wegrutschen des Vorderrads wirksam minimieren“, so Stefan Schlie.

Bei der Entwicklung trug Schlie im Auftrag von MAGURA vor allem zur Festlegung der optimalen ABS-Bremsperformance bei. Als wichtiges Mitglied im Teststab seiner Partner MAGURA und Bosch eBike Systems setzte er bei Feldsimulationen die „Riders Best“- Richtwerte fest, die das ABS bestmöglich erreichen sollte. Sichere Bremsungen wie vom Profi waren das Ziel.

Das Bremssystem des Bosch eBike ABS wurde von MAGURA speziell auf die Anforderungen der neuen Technologie abgestimmt. Das axiale Design der neuen MAGURA CMe ist besonders wartungsarm und spart Platz am Cockpit, während der MAGURA 4-Kolben Bremssattel für hohe Bremskraft sorgt.

„Mit Hilfe des eBike ABS kommen auch ungeübte Fahrer sicher zum Stehen. Vor allem bei unkontrollierten Schreckbremsungen verkürzt das ABS den Bremsweg enorm und verhindert wirksam Unfälle“, erklärt Schlie die neue Technologie von Bosch eBike Systems. Neben neuen Sicherheits-bestrebungen widmet sich die Partnerschaft auch weiterhin dem maximalen Fahrspaß und den damit verbundenen Herausforderungen. E-MTBs zaubern ein Lächeln in die Gesichter der Fahrer, setzen aber zugleich auch neue Anforderungen ans Material. Das höhere Gesamtgewicht erfordert standfeste Bremsen, die bergab durch ausreichende Bremsleistung und feine Dosier-barkeit ein hohes Maß an Kontrolle bieten. Bei seinen #uphillflow Fahrtechnik-Kursen erklärt Stefan Schlie eindrucksvoll, dass es nicht nur bergab auf die richtige Bremstechnik ankommt:

Uphill Flow by Stefan Schlie.

„Bremsen bergauf klingt zwar komisch, ergibt aber Sinn. In hohen Unter-stützungsstufen lässt sich auch der beste Motor nur schwer dosieren. Leichtes Bremsen hilft Traktionsverluste zu minimieren und selbst steile Passagen zu meistern.“ Aufgrund der präzisen Dosierbarkeit sind die Bremsen der MAGURA MT Serie optimal für diese „brake traction control“ genannte Technik geeignet. „Zusätzlich helfen leichte Schleifbremsungen, den Motor in ruckelnden Situationen zu beruhigen und ihn auf Zug zu halten. Allein durchs Treten lässt sich ein kraftvoller Motor nur schwer bändigen. Diese zweite Bremstechnik nennen wir Brake Move Control“, erläutert Schlie.

MAGURA und Stefan Schlie werden auch in Zukunft Grenzen ausloten und Technologietrends vorantreiben. Für MAGURA sind langjährige
Kooperationen ein maßgeblicher Bestandteil einer zukunftsweisenden Ausrichtung.

Danke für eine der längsten Partnerschaften bei MAGURA.


How-To: Finde die richtigen Bremsbeläge

MAGURA bietet insgesamt drei verschiedene Belagsmischungen an.

Bremskraft ist nicht alles: damit sie auf den Untergrund übertragen wird und dosierbar bleibt, ist die Wahl der richtigen Belagsmischung eine wichtige Voraussetzung.

Welche Belagsmischung verwendet wird, richtet sich nicht nur nach dem Einsatzzweck, sondern auch nach den individuellen Vorlieben der Fahrerinnen und Fahrer:

Soll die Bremse besonders bissig sein? Oder lieber besser zu dosieren? Manch anderer wiederum legt Wert auf einen besonders geräuscharmen Bremsvorgang.

Hier stellen wir euch für jede Anforderung die idealen Beläge vor.

Die verschiedenen Belagsmischungen für MAGURA Scheibenbremsen im Überblick

Magura bietet für Scheibenbremsen insgesamt drei verschiedene organische Belagsmischungen an: Comfort, Performance und Race.

  • Comfort: Diese Beläge sind eignen sich besonders gut für Einsteiger, sowie für Fahrer, die auf einen besonders geräuscharmen Bremsvorgang Wert legen. Die Bremskraft ist sowohl im Trockenen als auch im Nassen ausgezeichnet und dabei einfach zu dosieren. Zudem besitzen sie die längste Lebensdauer.
  • Performance: Die Performance-Beläge von MAGURA vereinen die besten Eigenschaften der anderen Belagsmischungen. Sie bieten höhere Bremskraft und geringes Fading, was bei langen Abfahrten von Vorteil ist. Gleichzeitig besitzen sie eine längere Lebensdauer als die rennorientierten Race-Beläge.
  • Race: Kompromisslos – so ließe sich die Performance der Race-Beläge am besten beschreiben. Die Beläge wurden mit einem Ziel vor Augen entwickelt: maximale Bremskraft. Dadurch besitzen zwar eine kürzere Lebensdauer, bieten aber allen, die sich oft im Grenzbereich bewegen zusätzliche Reserven.


Tag 7: Wir haben’s geschafft!

Wilkommen in Bilbao: Endlich am Ziel!  

Wir sind am Ziel! Wer hätte das gedacht: ein Koch, eine Mutter von drei Kindern, ein Führerschein-Neuling und ein Ex-Mountainbikeprofi haben den 1500km weiten Weg von Benicassim nach Bilbao in sieben Tagen zurückgelegt! Entgegen unseren Erwartungen, war die letzte Etappe nochmal knüppelhart. Nicht nur, dass wir körperlich bereits am Ende waren – der technische Anspruch dieser Etappe stellte alles bisherige der letzten Tage in den Schatten.

Die wohl anspruchsvollste Passage war eine Bergüberquerung. Es gab zwar einen Wanderweg – dieser war aber kaum zu erkennen. So kämpften wir uns durch das steile und zerklüftete Gelände bis an den Fuß des Berges hinab. O-Ton Caro: „Das würd ich nichtmal mitm Fahrrad fahren, und dann muss ich da mit dem Motorrad runter!“

Ich sehe was, was du nicht siehst: Wo ist denn nun der Wanderweg?
Steil bergab: Zerklüftetes und steiles Gelände fordert uns am Ende nochmal alles ab.

Anschließend durchquerten wir ein Waldstück. Das war der absolute Wahnsinn: pures Motocross-Feeling! Die Geschwindigkeit mit der wir durchpflügten war verrückt. So verrückt, dass Tibors Ölflasche zu Bruch ging und das Öl sich überall an ihm verteilte. Ähnlich eingesaut sah übrigens auch Caro nach ihrer Lieblingspassage aus: wir kamen an ein Stück, das mit Matsch überzogen war – und das Caro sehr große Freude bereitete.

Schlammschlacht!
Noch mehr Schlamm!
Teamwork: Das beste Mittel gegen Hindernisse.

Als wir endlich in Bilbao ankamen, gab’s kein Halten mehr: wir waren unglaublich erleichtert, lachten und fielen uns in die Arme. Wir hatten es wirklich geschafft! Während Götz und Caro sind mehr als fantastisch geschlagen haben, sind wir uns einig, dass die Auszeichnung als Iron Man des Trips Javi erhält: der Typ muss aus Stein sein und Nerven wie Drahtseile haben! Er ist nach seinem schweren Sturz und seiner ausgekugelten Schulter trotzdem weitergefahren und hat weiterhin Fotos gemacht.

Ausgelassene Stimmung nach all den Strapazen!

Wir sind in jeder Hinsicht über uns hinausgewachsen. Jetzt aber ist es Zeit zu entspannen. Unser Flug geht am Mittwoch und bis dahin legen wir die Füße hoch.

 

 

 


Vorneweg und hinter der Kamera

Epische Aussicht.

Einige von euch fragen sich bestimmt: Wer macht unterwegs denn eigentlich die Fotos? Und woher wissen die vier, wo es lang geht?

Diejenigen von euch, die #fromcoast2coast von Anfang an verfolgen, kennen Javi und José bereits. Javi ist unser Fotograf, José ist unser Guide und sorgt dafür, dass wir sicher ankommen. Höchste Zeit, die beiden vorzustellen!

José

José begann vor 23 Jahren mit dem Enduro-Fahren. Auch, wenn’s schräg klingt: die Grundlage für dieses Hobby wurde bereits in Kindestagen gelegt, als er mit einer Vespa auf Enduro-Trails unterwegs war.

José kennt sich in der Gegend sehr gut aus und führt uns von Benicassim nach Bilbao
José in seiner Werkstatt mit seiner privaten Maschine.

Mittlerweile ist er 51 Jahre alt, die Leidenschaft zum Motorradfahren aber ist so frisch, wie am ersten Tag. Von Beruf ist er Fahrlehrer und Restaurateur, denn er restauriert alte Häuser und setzt sie wieder in stand. Gäbe es eine spanische McGyver-Serie, José wäre die perfekte Besetzung für diese Rolle.Er besitzt ein unglaubliches Improvisationstalent und war deshalb bei Problemen und Herausforderungen jeglicher Art eine wichtige Stütze.

Von November bis März ist er als KTM Adventure Guide im Gebiet rund um Benicassim als Guide tätig. Für José ist #fromcoast2coast die Traumtour schlechthin, weil sie in Bilbao bei seinen Lieblingstrails endet.

Javi

Javi Eccevaría Ruiz – Das ist das Genie hinter der Kamera.

Javi ist unser Fotograf und Produzent. Er war früher MX-Profi und saß bereits mit 14 Jahren auf einer Motocross-Maschine. Zu Javis Leidenschaft gehört alles, was zwei Räder hat: Enduros, Motocross, MTB, Rennrad, etc.

Dass Javi ein richtig harter Hund ist, war uns spätestens nach Tag 5 klar: Er stürzte hart, kugelte sich dabei die Schulter aus und verletzte sich an Hüfte und Ellbogen. Nachdem die Schulter wieder drinnen war, fuhr er weiter – fast so, als wäre nichts gewesen.

Mit seiner Produktionsfirma „The Who“ ist Javi auf unterschiedlichsten Events, für unterschiedlichste Rennteams und Firmen unterwegs. Bevor er selbstständig wurde, war er Assistent des weltbekannten Fotografen und Produzenten Sebas Romero.

Dieses Projekt ist (im positiven Sinn) eine Herausforderung für ihn. Einerseits ist die Tour sehr lang, was anstrengend und kräftezehrend ist. Andererseits reist er mit deutlich mehr Gepäck als die anderen Fahrer, was das Unterfangen für ihn noch schwieriger macht.

 

Wenn ihr mehr über Javi wissen wollt, dann folgt ihm auf Instagram @livelike_javi_thewho! Bilder von ihm findet ihr auch auf unserem Instagram Channel @magura_powersports!

 


Tag 6: Entspannter, weniger technisch

Schöner kann man einen Sonnenuntergang wohl kaum erleben.

Nach den Anstrengungen der letzten Tage kam uns die entspannte Stecke von Tag 6 gerade recht. Der vorletzte Fahrtag führte uns entspannt durch Spaniens Hinterland. Das erste Mal in dieser Woche wurde der Geruch stinkender Stiefel und Socken von etwas Schönem abgelöst: Überall roch es unglaublich stark nach Lavendel und Thymian. Die Landschaft nun auch mit anderen Sinnen zu erleben und Zeit zu haben, sie zu genießen, war eine schöne Abwechslung.

Nichtsdestotrotz mussten wir auch an diesem Tag ein kurzes, aber sehr technisches Teilstück bewältigen. Um genau zu sein, handelte es sich dabei um die steilste Abfahrt der letzten sechs Tage. Die Abfahrt war dermaßen steil, dass wir mit fast blockierenden Vorder- und Hinterradbremsen hinunterfahren mussten.

Die Abfahrt hatte es in sich: Es war die bisher steilste Abfahrt der Reise.

Für Tibor war das eine doppelte Herausforderung: da er aufgrund seines Zehs die Hinterradbremse im Stehen nicht bedienen konnte, musste wieder mal die Motorbremse herhalten – das Gejaule des Motors war unvorstellbar. Alle haben das Steilstück gemeistert – selbst für Götz und Caro war das nach der harten Schule der letzten Tage fast schon ein Klacks.

Wer braucht schon Kennzeichen? Diese unpraktischen Dinger sind eh viel zu groß.
Nicht mehr die hellste Leuchte: Schrammen waren zwar eingeplant, ein bisschen weh tut’s beim anschauen aber trotzdem.

Doch die letzten sechs Tage haben auch Spuren hinterlassen. Nicht nur bei uns, sondern auch bei unseren Motorrädern. Macken, Kratzer und Risse bleiben bei dieser Art von Gelände eben nicht aus. Das verblüffende daran: obwohl das Gelände die Maschinen nicht geschont hat, kamen wir ohne jegliche Defekte voran. Kein einziges Mal hatten wir das Gefühl uns auf die Motorräder nicht verlassen zu können.

Das Bremssystem von MAGURA erledigte seinen Job außerordentlich gut.
… und noch ne Schramme. Wem das Motorrad wohl gehört?

Die bislang zurückgelegte Strecke beläuft sich auf gut 1200km, die allesamt und im Gelände zurückgelegt wurden. Ob wir es morgen bis nach Bilbao schaffen, bleibt abzuwarten. Möglich ist es aber auf alle Fälle.

Ebenfalls sehr schön war die Tatsache, dass niemand gestürzt ist. Keiner hat sich wehgetan und wir kamen noch vor 20 Uhr im Hotel an. So haben wir nun die Möglichkeit vor der letzten Etappe unsere Kräfte zu sammeln.

Relaxed: Tibor entlastet seinen Zeh und sieht dabei verdammt cool aus.

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Tag 5: Unerwartete Turbulenzen

Flussdurchfahrt und Steilstück: Herausfordernde Kombination

Wir befinden uns in Tag 5 unseres Trips von Küste zu Küste.  Wir haben noch zwei Fahrtage vor uns und sind darüber auch ganz froh, denn: es ist mega anstrengend. Immerhin haben wir die Wüste und damit auch Temperaturen um die 46°C hinter uns gelassen.

Mit zunehmender Reisedauer wird immer deutlicher, welche Fortschritte wir alle in Sachen Fahrtechnik seit unserem Start in Benicassim gemacht haben. Stellen, die uns zu Beginn der Reise noch Angst einflößten, meistern wir jetzt mit Bravour. Allen voran Caro und Götz: Götz zum Beispiel bewältigte einen der steilsten Anstiege ganz alleine. Doch auch bei Andi und Tibor wird diese Reise eine nachhaltige Wirkung auf ihr Fahrkönnen haben.

Die wohl steilste Stelle des Tages bewältigte Götz ganz alleine.

Gleichzeitig merken wir, wie erschöpft wir sind. Das allein ist aber nicht das Problem:  Mit zunehmender körperlicher Erschöpfung fällt es uns schwerer bei hohen Geschwindigkeiten im Gelände oder in technischem Terrain die Konzentration zu bewahren. Was passiert, wenn die Konzentration nachlässt, hat leider Andi erleben müssen.

Wir sind von einem Berg heruntergefahren, der Weg war ausgewaschen und mit Wasserrillen durchzogen. Um diese Rillen fährt man normalerweise herum, Andi aber fuhr hinein und stürzte. Es ist nicht viel passiert, allerdings war das bereits das zweite Erlebnis, das uns an diesem Tag zum Nachdenken brachte.

Das lange Steilstück war wohl die größte Herausforderung des Tages.

Kurz zuvor war nämlich Javi gestürzt – und das war übel. Vorab: er konnte danach weiterfahren und es geht ihm soweit gut. Der Sturz hat uns aber wieder vor Augen geführt, dass Stürze unabhängig von Fahrfehlern passieren können.

Wir fuhren als Gruppe mit einem Abstand von ca. 10 bis 15 Metern hintereinander. Der Untergrund war steinig und lose, was zur Folge hatte, dass Javis Vordermann einen Stein lostrat. Javi konnte ihm nicht mehr ausweichen. Sein Vorderrad traf den Stein, das Motorrad rutschte weg und er schlug bei 30-40km/h auf den Boden auf. Als Tibor zu ihm kam, lag er noch immer auf dem Boden und sammelte sich. Er hatte Verletzungen an Hüfte und Ellbogen, sowie eine ausgekugelte Schulter.

Javi sammelt sich wieder: Nach dem Sturz war eine ausgiebige Pause nötig.
Angeschlagen: Ruhe reinbringen, Schatten spenden…
…und erste Hilfe leisten. Danach konnte Javi wieder fahren. Was für eine Maschine!

Nachdem wir erste Hilfe geleistet hatten, machten wir eine längere Pause. Was uns alle bis aufs äußerste verblüffte: Javi stieg danach wieder aufs Motorrad und fuhr weiter, fast so, als wäre nichts gewesen.

Stylische Garage: Hier dürfen unsere Bikes die Nacht verbringen.

Wir waren sehr glücklich, als wir im Hotel ankamen. Wir waren müde, und froh kurz darauf in unsere Betten zu fallen.  Und obwohl der Tag derart turbulent war und noch zwei ganze Tage vor uns lagen, waren wir uns alle einig: jetzt aufgeben ist mal gar kein Option.

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Tag 4: Wüstenfahrt bei 46°C

Ohne Frühstück geht nichts.

Die Hälfte ist geschafft. Wir befinden uns in Tag vier unseres Trips durch Spanien. Nachdem Tibors Zeh gestern eine unangenehme Begegnung mit einem großen Stein hatte, war nicht klar, ob und wie er weiterfahren würde. Die ruhige Nacht hat gut getan uns mittlerweile ist klar, dass er nicht aussetzen, sondern weiterfahren wird. Der Zeh ist stark gequetscht, gebrochen ist er glücklicherweise nicht. Darum heißt es jetzt: Zähne zu und durch.

Trotz nerviger Verletzung: An Tibors guter Laune ändert das nichts.
Kein Zicken, keine Defekte: Die Enduros von Husqvarna laufen wie bekloppt!

Und in der Tat benötigt Tibor zusätzliches Durchhaltevermögen: Durch den pulsieren Druckschmerz kann er kaum die Hinterradbremse betätigen und muss die Geschwindigkeit mit der Vorderrad- und Motorbremse regulieren. Das ist nicht nur unpraktisch, sondern auch laut: Tibors 2-Takt Maschine ist ohnehin schon laut, das permanente Nutzen der Motorbremse strapaziert Tibors Hörvermögen zusätzlich über die Maßen. Als ob die 46°C Hitze nicht schon fordernd genug wären…

Landschaftlich ist Etappe vier, die von Atienza nach Quintarnar de la Sierra führte, durch offenes Gelände, viele Büsche und Steine geprägt. Ab Mittag ging es dabei wieder in die Wälder – versperrte Wege und Baumstämme, die den Weg versperren, blieben glücklicherweise aus.

Fabelhafte Kulisse: Ruinen lang vergangener Zeiten.
Die Wälder des Nordens rücken näher.

Trotz der zwei Stürze in den letzten Tagen ist die Bilanz positiv: Götz fährt wie ein wiedergeborener Enduro-Gott, Andi und Caro haben riesige Fortschritte in Sachen Fahrtechnik gemacht und spielen mittlerweile mit dem fiesen Gelände, das Spaniens Landschaft ihnen entgegensetzt.

Look at me: Innerhalb weniger Tage sind Caros Skills quasi explodiert.

Bevor wir morgen in Tag 5 hineinstarten, werden wir einen gründlichen check unserer Maschinen durchführen. Die Belastungen für die Maschinen sind enorm, so dass Schrauben nachgezogen, Ketten nachgespannt und Luftfilter gereinigt werden müssen.

Allerdings erledigen wir das nicht mehr heute. Wir gönnen uns jetzt etwas Ruhe, bevor wir morgen wieder am Start sind.

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Tag 3: Schmerzen des Zorns

Landschaftlich die bisher interessanteste Etappe.

Nachdem Götz seinem Knie einen Tag Ruhe gegönnt hatte, entschloss er sich am Morgen des dritten Tages wieder im Gelände mit dabei zu sein. Wir kennen Götz und wissen, dass er nie vorschnell aufgibt. Dass er so ein harter Hund ist, hätten aber auch wir nicht unbedingt erwartet.

Schnelle Routen, weniger technisch: Bis zu Tibors Malheur hat die Route wirklich allen Spaß gemacht.

Die Route von Tag drei führte uns am Fluss Tajo entlang. Er führt von Osten nach Westen bis nach Lissabon und ist der längste Fluss in Spanien. Die Landschaft war trocken, wüstenartig – entlang des Flusslaufs aber gab es grüne, satte Vegetation. Ein traumhafter Anblick, den wir für 70 – 80km genießen durften. Der Weg selbst bestand aus sehr feinem, weißen Kalksand. Die Staubentwicklung war enorm, erzeugt aber eine unglaublich epische Atmosphäre, die Javi auf den Bilder genauso einfangen konnte.

Spielplatz für Große: Diese Felsformation lädt zum Spielen ein.

Der technische Anspruch an Tag drei war, verglichen mit den Tagen davor, geradezu ein Wellnessurlaub. Daher waren wir schnell unterwegs und mussten konzentriert bleiben, da bereits kleine Fehler schmerzhafte Folgen haben können – wie Tibor bald herausfinden sollte.

Tibor hatte sich den Tag über um Götz gekümmert und ihn unterstützt, damit er nach seinem Sturz an Tag 1 wieder ein sicheres Gefühl bekommt. An einer technisch einfachen Steigung fuhr Tibor eine Linie für Götz vor. Die Sonne stand zu diesem Zeitpunkt tief, das Gras war hoch und verdeckte dadurch einen großen Stein, den Tibor im nächsten Moment zu spüren bekam: Er blieb mit seinem rechten Fuß daran hängen.

Was anschließend folgte, waren Schmerzen des Zorns. Tibor schrie vor Schmerzen, 10 Minuten lang. Wer ihn kennt der weiß: Tibor ist sicher vieles, aber keine Mimose. Irgendwann ließen die Schmerzen nach und die Gruppe nahm das letzte Teilstück in Angriff. Einige Zeit später kamen alle mehr oder weniger wohlbehalten im Hotel an.

So sehen sie aus: Schmerzen des Zorns
Götz kümmert sich um den angeschlagenen Kameraden.
Abwarten, bis der Schmerz vorüber ist.

Was Tibors Zeh betrifft: er war in der Zwischenzeit auf die Größe eines Zeppelins angeschwollen. Ob und wie Tibor in der Lage sein wird am nächsten Tag zu fahren, wird sich erst noch zeigen.

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Tag 2: Willkommen in der Hölle

Einer der schnelleren Abschnitte an Tag 2.

Mit einem Mann weniger starteten wir am zweiten Tag in die nächste Etappe. Der Grund: Götz, der sich an Tag 1 bei seinem Sturz am Knie verletzt hatte, legte einen Ruhetag ein. Das Knie sollte geschont werden, weshalb er die Strecke nach La Toba auf der asphaltierten Straße zurücklegte. Gut für ihn, denn wir gingen mal wieder durch die Hölle.

Andi hat sich enen Platten eingefahren….
… der dank José innerhalb von 10 Minuten repariert war.

Dabei hatte alles so gut angefangen: Am Vormittag legten wir ein gutes Stück der Gesamtstrecke zurück. Trotz einer kleinen Panne (Andi fuhr sich vorne einen Platten ein) kamen wir gut voran und erreichten Geschwindigkeiten von bis zu von 110km/h – für Schotter und lose Untergründe ist das ordentlich schnell. Nach einem leichten Mittagessen ging es weiter – und die Probleme begannen.

Dutzende großer Baumstämme versperrten uns den Weg.

Wir durchfuhren wieder mal ein großes Waldgebiet. Das Problem: kurz zuvor muss in dieser Gegend ein schlimmer Sturm gewütet haben. Dutzende ausgerissene Bäume lagen im Wald und versperrten den Trail. Das war eine Herausforderung mit der wir nicht gerechnet hatten und die uns viel Zeit und Kraft kostete: eine 140kg schwere Maschine über einen Baumstamm mit 40 bis 50cm zu heben bzw. zu fahren, ist wirklich kein Kinderspiel.

Mit der richtigen Technik wurde das Überfahren der Baumstämme leichter – anstrengend war es trotzdem.
Fix und fertig: Andi gönnt sich eine wohlverdiente Pause.

Nach 236km kamen wir in La Toba an. Wir waren völlig erledigt – einerseits. Anderereits waren wir glücklich, weil es jetzt einfacher werden sollte. Die Route von Tag 3 versprach uns eine Strecke entlang des Flusses, raus aus der Vegetation und hinein in trockenes Gebiet.

Der Tag liegt hinter uns: Noch nie hat sich ankommen so gut angefühlt!

Ein weiterer Vorteil: nicht weit von unserer Route verläuft eine asphaltierte Straße parallel. Auch aufgrund dieser Tatsache hat Götz sich entschieden, trotz seiner Verletzung wieder im Gelände mitzufahren. Damit wären wir wieder vollzählig und bereit für die nächste Etappe.

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