Absa Cape Epic: Königsetappe fordert ihren Tribut

Die zweite Hälfte des Etappenrennens in Südafrika wurde bereits eingeläutet. In der ersten Hälfte, waren Annika Langvad und ihre Teampartnerin Anna van der Breggen genauso wie Bart Brentjens und Abraoo Azevedo durchweg auf Goldmedaillenkurs. Im stark besetzten Herrenfeld schieden aber bereits einige Favoriten aus. Nach der fünften Etappe forderte der Wettkampf weitere Opfer.

Es ist das härteste Etappenrennen der Welt und stellt, gleich zu Beginn der Saison, unsere Athleten und Teams auf eine harte Probe. Die vierte Etappe, ein Zeitfahren, zehrte nochmal besonders an den Kräften. Die Zweierteams werden zu allein auf die Strecke geschickt und hetzen der Zeit hinterher. Müde Beine und Unkonzentriertheit zeigten sich anschließend bei der fünften Etappe.

Planänderungen und Fahrfehler

Der Plan von Annika Langvad und Anna van der Breggen war eigentlich, das Zeitfahren ruhiger anzugehen. Doch es ist schwierig, allein auf der Strecke, die 43km nicht mit Vollgas zu fahren. Der Plan wurde schnell verworfen. „…man fährt, als wäre man „blind“. Und nach vier Renntagen ist die hohe Intensität über zwei Stunden und eine kürzere Etappe eine mentale Herausforderung. Aber das ist Teil des großen Spiels. Die mentale Herausforderung, seine Müdigkeit in den Beinen zu ignorieren und weiter zu drücken, ist bei diesen Etappenrennen von entscheidender Bedeutung,“ schreibt die amtierende Marathonweltmeisterin auf Facebook. Und das schaffte das Duo auch und holte sich mit einer Minute Vorsprung den Etappensieg.

Gallerie (c) Michal červený

Der sechste Sieg in Folge verpasste das Damenduo allerdings knapp. Auf der Königsetappe von Oak Valley Estate nach Stellenbosch stürzte Anna mit anschließendem Vorderrad-Defekt, und so mussten sich die beiden Damen geschlagen geben. Das orangefarbene Trikot konnten sie dennoch verteidigen, ihr Abstand verschmälerte sich in der Gesamtwertung aber auf 22 Sekunden.

Unbeeindruckt zeigen sich hingegen unsere Grand Masters, Bart Brentjens und Abraoo Azevedo. 6/6 und 1:13 Minuten Vorsprung in der Gesamtwertung!

Käß/Geismayer und Rohrbach/Looser müssen aufgeben

Bei den Herren trennt sich so langsam die Spreu vom Weizen. Es geht an´s eingemachte und die Stürze und Defekte häufen sich. Auch zwei unserer MAGURA-Fahrer hat´s erwischt.

(c) Michal červený

Bei Nicola Rohrbach und Konny Looser machten sich über den gesamten Rennverlauf Probleme bemerkbar. Gute Ergebnisse blieben aus. Schließlich verkündeten sie heute Morgen den Abbruch des Wettkampfs. Konny hatte mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Nach ärztlicher Empfehlung zieht sich das Duo zurück und ging bereits bei der fünften Etappe nicht mehr an den Start.

Auch an den Cape Epic-erfahrenen Athleten, Daniel Geismayr und Jochen Käß, gingen die Rennen nicht spurlos vorbei. Sie hatten sich von Etappe zu Etappe immer weiter nach oben gearbeitet. Jetzt kam das frühzeitige Ende. Jochen verletzte sich bei einem Sturz in der fünften Etappe und konnte das Rennen nicht fortsetzen. Somit können sie ihren fünften Platz in der Gesamtwertung nicht weiter verteidigen.

Galerie (c) Michal červený

Bestes MAGURA-Team ist damit Alan Hatherly und Matthew Beers. Auch diese Paarung verzeichnete bereits Stürze, konnte bisher aber eine konstante Leistung abrufen – bei der vierten Etappe belegten sie Rang 8. Lediglich bei der fünften Etappe kamen die beiden ins Straucheln, kamen aber dennoch auf Rang 13 ins Ziel und nach dem Ausstieg von Jochen und Daniel stehen sie nun auf Platz fünf in der Gesamtwertung.

Weitere Ergebnisse unserer Athleten: