Absa Cape Epic: Fahrer-Vorstellung

Am Sonntag startet das härteste Etappenrennen der Welt. Die „Tour de France im Mountainbiken“ geht in die 14. Runde. Einmal im Jahr trifft sich  die Weltelite des Mountainbikesports in Südafrika zum ersten großen Kräftemessen der Saison. Von unseren Athleten gehen Titelverteidiger und Medaillenträger an den Start und es wird spannend, wer sich in diesem Jahr die Goldmedaille holt!

Cover (c) ​Michal červený

Das Absa Cape Epic zählt zu den härtesten Etappenrennen der Welt. Hier warten auf unsere Athleten nicht nur extreme Bedingungen, sondern auch knallharte Gegner. Bei sommerlichen Temperaturen bei über 35 Grad Celsius müssen sich die Fahrer lange Zeit vorher auf die Rennen vorbereiten. Ausgetragen wird der Wettkampf von der Dachorganisation Union Cycliste Internationale (UCI) und ist für die meisten der erste große Wettkampf der Saison.

Bild (c) ​Michal červený

In fünf Kategorien (Men, Ladies, Mixed, Masters oder Grand Masters) können sich die Fahrer registrieren und er ist somit für Profis als auch Amateure geeignet. Die Strecke ändert sich von Jahr zu Jahr, gestartet wird aber immer in Kapstadt. In 8 Etappen gilt es dann 624 Kilometer und 16.650 Höhenmeter zu bewältigen.

Gefahren wird in Teams, bestehend aus zwei Fahrern. Hintergrund davon ist, dass viele Etappen durch entlegene Gegenden Afrikas führen und so die Fahrer sich einander aushelfen können. So wird mehr Sicherheit auf der Strecke gewährleistet. Daraus entstand die Regel, dass das Duo niemals mehr als zwei Minuten auseinander liegen darf, sonst wird eine Zeitstrafe von einer Stunde verhängt. Für die MAGURA-Fahrer ist das eine zusätzliche Herausforderung und die Paarungen müssen gut gewählt sein.

Titelverteidiger mit neuer Konstellation

Das Specialized Racing Team ist gleich in zwei Kategorien Titelverteidiger. Bei den Damen holten sich Annika Langvad und Kate Courtney 2018 souverän den Gesamtsieg. Auch in diesem Jahr dürfte das ein realistisches Ziel darstellen. Zwar geht Annika, nach dem Teamwechsel von Kate, mit neuer Teamkollegin Anna van der Breggen an den Start, jedoch bewiesen die beiden Frauen im Februar beim Cyprus Sunshine Cup bereits ihre Stärke auf dem Mountainbike. Hier fuhren die beiden einen Doppelsieg ein und es wird spannend ob sie diese Leistung beim Absa Cape Epic wiederholen können.

Mit Jaroslav Kulhavy schickt das Specialized Racing Team einen weiteren Titelverteidiger ins Rennen. Der Tscheche ist in diesem Jahr als Gastfahrer für die Equipe am Start, da er seit diesem Jahr unter eigener Flagge unterwegs ist. Im vergangenen Jahr war er zusammen mit Howard Grotts der Schnellste. Dieses Jahr musste dieser wegen gesundheitlichen Gründen absagen, an seine Stelle tritt Sam Gaze. Er gilt als absolutes Ausnahmetalent im Mountainbikesport, hatte aber in der vergangenen Saison mit Verletzungen zu kämpfen. Wir werden sehen, ob das Duo erfolgreich in die Saison starten kann.

Gallery (c) Michal červený

Alte Hasen und motivierte Frischlinge

Eine weitere Paarung bilden die beiden Südafrikaner Alan Hatherly und Matthew Beers. Die beiden Fahrer des Specialized Racing Teams gehören eher zu den Außenseitern. Als amtierender U23-Weltmeister gepaart mit erfahrenem Marathonfahrer kann das Duo aber für eine Überraschung sorgen.

Ein weiteres Duo mit dem weißen S auf rotem Grund wird Christoph Sauser und Simon Andreassen sein. Der fünffache Sieger Christoph gehört zu den erfahrensten Teilnehmern. Absoluter Neuling hingegen ist der 21-Jährige Simon. Er ist ein großes Talent auf dem Bike und konnte schon etliche Meisterschaften im Cross-Country gewinnen, Etappenrennen sind für ihn aber vollkommenes Neuland. So ergänzt sich die Paarung perfekt!

Das Absa Cape Epic und Bikelegende Bart Brentjens gehören irgendwie zusammen. Der Olympiasieger ließ sich kein episches Jahr entgehen. Von seinen dreizehn Teilnahmen gewann er viermal in der Masters-Klasse. Dieses Jahr geht er zusammen mit dem Brasilianer Abraao Azevedo an den Start – eine Paarung, die in den vergangenen Jahren sehr gut funktioniert hat.

Nun führt der Niederländer auch den Jungspund seines Teams CST Sandd Bafang an den Wettkampf heran. Die nordische Kombination aus dem Dänen Sebastian Fini und dem Lette Martin Blums, lässt einiges erhoffen und die beiden werden den erfahrenen Athleten ganz schön einheizen. Ihr Teamkollege David Nordemann geht zusammen mit Gastfahrer Erwin Bakker an den Start.

Deutsche Teams und weitere Medaillenkandidaten

In den Startlöchern steht auch das Team Centurion Vaude. Jochen Käß und Daniel Geismayr tun sich in diesem Jahr zusammen. Zuletzt fuhren die beiden 2015 zusammen das Absa Cape Epic. Wir werden sehen, ob die beiden schnell wieder eingespielt sind und an ihre vergangenen Erfolge anknüpfen können. Das gelbe Trikot besaßen sie bereits über mehrere Etappen, der Gesamtsieg fehlt aber noch in ihrer Sammlung.

Seit mehreren Wochen akklimatisieren sie sich bereits auf dem schwarzen Kontinent und führen gleichzeitig den neuen Teamfahrer, Vinzent Dorn, über die Strecken. Der Freiburger wagt sich mit seinen zwanzig Jahren in völlig fremde Gewässer. Großgeworden im Cross-Country entdeckte er sein Talent im Marathon. Zusammen mit dem Namibianer Tristan de Lange bestreitet er den Wettkampf.

Ehemaliger Gastfahrer von Centurion Vaude, Nicola Rohrbach, bildet in diesem Jahr mit seinem Eidgenossen Konny Looser ein Zweiergespann. Ebenfalls neu; seine Rennmaschine von Silverback, die ihn über das Rennen begleiten wird. Der Schweizer fand sich in den vergangenen drei Jahren immer unter den Top fünf ein und zählt somit ebenfalls zu den Topkandidaten für eine Medaille.

 

Seid dabei, wenn die MAGURA-Fahrer am kommenden Sonntag, 17. März, in die erste Etappe starten! Das Rennen kann live auf der Homepage des Absa Cape Epic verfolgt werden. Drückt die Daumen!