125 Jahre MAGURA

Gustav Magenwirth – geboren 1866 in Bad Urach – gründet MAGURA im Jahr 1893.

125 Jahre MAGURA-Geschichte: von der Zahnstange, die noch heute als Symbol im Firmenlogo steht, zum Produzenten modernster Elektronik und Hersteller für die Motorrad- und Fahrradindustrie. Gustav Magenwirth, geboren 1866 in Bad Urach, würde wohl mit einem stolzen Lächeln auf diese Entwicklung zurückblicken. Er ist als Tüftler und Denker bekannt, der seiner Zeit immer weit voraus war. Er zeigte sich in seinen Anfangsjahren schon so flexibel, wie es MAGURA heute noch beim Jubiläum, 125 Jahre nach der Gründung, aufgestellt ist.

Vom Lehrling und späteren Angestellten von Karl Benz avancierte Magenwirth zum Hersteller von Motoren, hydraulischen Pumpen, Kunstoffen sowie Motorrad- und Fahrradkomponenten. Gustav Magenwirth erfand einen der Meilensteine der Firmenhistorie, den Geradezug-Regulierhebel für Motorräder, der zu einer bis heute anhaltenden Zusammenarbeit mit BMW im Bereich Motorrad führte. Bezeichnend für die Kombination aus Tradition und Fortschritt bei MAGURA ist, dass das Elternhaus von Gustav Magenwirth heute als Sitz der Unternehmensholding MAGENWIRTH Technologies in Bad Urach genutzt wird.

Selbst in den schwierigen Zeiten der Firmengeschichte, vor allem während der Weltwirtschaftskrise 1928 und in den Jahren bis zum Ende des 2. Weltkriegs, blickten Magenwirth und seine Töchter Julie, Martha und Klara immer nach vorne. Auch deren Männer und Söhne, wie Eugen Munz und Werner Auch, forcierten das Voranschreiten des Unternehmens. Inzwischen ist mit Fabian Auch, Urenkel von Gustav Magenwirth, die vierte Familiengeneration im Unternehmen vertreten. MAGURA geht und denkt weiter voraus: Mit neuen Ideen zur E-Mobilität und Weiterentwicklungen bestehender Komponenten wie eine elektronisch gesteuerte Sattelstütze und Produktkooperationen mit anderen Unternehmen der MAGENWIRTH Technologies.

Performance neu gedacht

1957 übernimmt MAGURA eine Kunststoffspritzerei für die Entwicklung eigener Produkte und anspruchsvoller Bauformen. Heute produziert MAGURA in modernen Werken in Hülben, nahe Bad Urach. Dort werden die selbst entwickelten Werkstoffe Carbotecture® und Carbotecture SL® gefertigt. Im Werk in Hengen produzieren 130 Mitarbeiter Fahrradbremsen, Motorrad-Komponenten und Industrieteile. Das Schwesterunternehmen Bebro electronics ist nicht einmal eine halbe Autostunde von Bad Urach entfernt und liefert das technische Know-How für elektronische Baugruppen, Geräte und Systeme.

Mittlerweile gliedert MAGURA seine geschäfllichen Aktivitäten in vier wichtige Bereiche: Bike, Powersports, Controls und Composite. Im Bikebereich hat MAGURA in den letzten 30 Jahren den Wandel vom Newcomer, mit der Erfindung der ersten hydraulischen Fahrradbremsen 1987, hin zum Technologieführer vollzogen. High-Tech-Komponenten werden aus selbst entwickelten und produzierten Materialien hergestellt und erfolgreich in den Testsieger-Bremsen der MT-Serie verwendet. Meilensteine der Geschichte waren unter anderem Innovationen wie die erste elektronische Federgabelverstellung „eLECT“, die 2013 als Weltneuheit vorgestellt wurde. Die Elektrifizierung der Fahrradbranche beschäftigt MAGURA in den letzten Jahren immer mehr. So wurde 2016 die VYRON eLECT, die erste über Funk verstellbare Sattelstütze der Welt, ein Erfolgsprodukt auf dem Markt und setzt neue Maßstäbe.