Tag 6: Entspannter, weniger technisch

Schöner kann man einen Sonnenuntergang wohl kaum erleben.

Nach den Anstrengungen der letzten Tage kam uns die entspannte Stecke von Tag 6 gerade recht. Der vorletzte Fahrtag führte uns entspannt durch Spaniens Hinterland. Das erste Mal in dieser Woche wurde der Geruch stinkender Stiefel und Socken von etwas Schönem abgelöst: Überall roch es unglaublich stark nach Lavendel und Thymian. Die Landschaft nun auch mit anderen Sinnen zu erleben und Zeit zu haben, sie zu genießen, war eine schöne Abwechslung.

Nichtsdestotrotz mussten wir auch an diesem Tag ein kurzes, aber sehr technisches Teilstück bewältigen. Um genau zu sein, handelte es sich dabei um die steilste Abfahrt der letzten sechs Tage. Die Abfahrt war dermaßen steil, dass wir mit fast blockierenden Vorder- und Hinterradbremsen hinunterfahren mussten.

Die Abfahrt hatte es in sich: Es war die bisher steilste Abfahrt der Reise.

Für Tibor war das eine doppelte Herausforderung: da er aufgrund seines Zehs die Hinterradbremse im Stehen nicht bedienen konnte, musste wieder mal die Motorbremse herhalten – das Gejaule des Motors war unvorstellbar. Alle haben das Steilstück gemeistert – selbst für Götz und Caro war das nach der harten Schule der letzten Tage fast schon ein Klacks.

Wer braucht schon Kennzeichen? Diese unpraktischen Dinger sind eh viel zu groß.
Nicht mehr die hellste Leuchte: Schrammen waren zwar eingeplant, ein bisschen weh tut’s beim anschauen aber trotzdem.

Doch die letzten sechs Tage haben auch Spuren hinterlassen. Nicht nur bei uns, sondern auch bei unseren Motorrädern. Macken, Kratzer und Risse bleiben bei dieser Art von Gelände eben nicht aus. Das verblüffende daran: obwohl das Gelände die Maschinen nicht geschont hat, kamen wir ohne jegliche Defekte voran. Kein einziges Mal hatten wir das Gefühl uns auf die Motorräder nicht verlassen zu können.

Das Bremssystem von MAGURA erledigte seinen Job außerordentlich gut.
… und noch ne Schramme. Wem das Motorrad wohl gehört?

Die bislang zurückgelegte Strecke beläuft sich auf gut 1200km, die allesamt und im Gelände zurückgelegt wurden. Ob wir es morgen bis nach Bilbao schaffen, bleibt abzuwarten. Möglich ist es aber auf alle Fälle.

Ebenfalls sehr schön war die Tatsache, dass niemand gestürzt ist. Keiner hat sich wehgetan und wir kamen noch vor 20 Uhr im Hotel an. So haben wir nun die Möglichkeit vor der letzten Etappe unsere Kräfte zu sammeln.

Relaxed: Tibor entlastet seinen Zeh und sieht dabei verdammt cool aus.

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