Tag 5: Unerwartete Turbulenzen

Flussdurchfahrt und Steilstück: Herausfordernde Kombination

Wir befinden uns in Tag 5 unseres Trips von Küste zu Küste.  Wir haben noch zwei Fahrtage vor uns und sind darüber auch ganz froh, denn: es ist mega anstrengend. Immerhin haben wir die Wüste und damit auch Temperaturen um die 46°C hinter uns gelassen.

Mit zunehmender Reisedauer wird immer deutlicher, welche Fortschritte wir alle in Sachen Fahrtechnik seit unserem Start in Benicassim gemacht haben. Stellen, die uns zu Beginn der Reise noch Angst einflößten, meistern wir jetzt mit Bravour. Allen voran Caro und Götz: Götz zum Beispiel bewältigte einen der steilsten Anstiege ganz alleine. Doch auch bei Andi und Tibor wird diese Reise eine nachhaltige Wirkung auf ihr Fahrkönnen haben.

Die wohl steilste Stelle des Tages bewältigte Götz ganz alleine.

Gleichzeitig merken wir, wie erschöpft wir sind. Das allein ist aber nicht das Problem:  Mit zunehmender körperlicher Erschöpfung fällt es uns schwerer bei hohen Geschwindigkeiten im Gelände oder in technischem Terrain die Konzentration zu bewahren. Was passiert, wenn die Konzentration nachlässt, hat leider Andi erleben müssen.

Wir sind von einem Berg heruntergefahren, der Weg war ausgewaschen und mit Wasserrillen durchzogen. Um diese Rillen fährt man normalerweise herum, Andi aber fuhr hinein und stürzte. Es ist nicht viel passiert, allerdings war das bereits das zweite Erlebnis, das uns an diesem Tag zum Nachdenken brachte.

Das lange Steilstück war wohl die größte Herausforderung des Tages.

Kurz zuvor war nämlich Javi gestürzt – und das war übel. Vorab: er konnte danach weiterfahren und es geht ihm soweit gut. Der Sturz hat uns aber wieder vor Augen geführt, dass Stürze unabhängig von Fahrfehlern passieren können.

Wir fuhren als Gruppe mit einem Abstand von ca. 10 bis 15 Metern hintereinander. Der Untergrund war steinig und lose, was zur Folge hatte, dass Javis Vordermann einen Stein lostrat. Javi konnte ihm nicht mehr ausweichen. Sein Vorderrad traf den Stein, das Motorrad rutschte weg und er schlug bei 30-40km/h auf den Boden auf. Als Tibor zu ihm kam, lag er noch immer auf dem Boden und sammelte sich. Er hatte Verletzungen an Hüfte und Ellbogen, sowie eine ausgekugelte Schulter.

Javi sammelt sich wieder: Nach dem Sturz war eine ausgiebige Pause nötig.
Angeschlagen: Ruhe reinbringen, Schatten spenden…
…und erste Hilfe leisten. Danach konnte Javi wieder fahren. Was für eine Maschine!

Nachdem wir erste Hilfe geleistet hatten, machten wir eine längere Pause. Was uns alle bis aufs äußerste verblüffte: Javi stieg danach wieder aufs Motorrad und fuhr weiter, fast so, als wäre nichts gewesen.

Stylische Garage: Hier dürfen unsere Bikes die Nacht verbringen.

Wir waren sehr glücklich, als wir im Hotel ankamen. Wir waren müde, und froh kurz darauf in unsere Betten zu fallen.  Und obwohl der Tag derart turbulent war und noch zwei ganze Tage vor uns lagen, waren wir uns alle einig: jetzt aufgeben ist mal gar kein Option.

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