Tag 3: Schmerzen des Zorns

Landschaftlich die bisher interessanteste Etappe.

Nachdem Götz seinem Knie einen Tag Ruhe gegönnt hatte, entschloss er sich am Morgen des dritten Tages wieder im Gelände mit dabei zu sein. Wir kennen Götz und wissen, dass er nie vorschnell aufgibt. Dass er so ein harter Hund ist, hätten aber auch wir nicht unbedingt erwartet.

Schnelle Routen, weniger technisch: Bis zu Tibors Malheur hat die Route wirklich allen Spaß gemacht.

Die Route von Tag drei führte uns am Fluss Tajo entlang. Er führt von Osten nach Westen bis nach Lissabon und ist der längste Fluss in Spanien. Die Landschaft war trocken, wüstenartig – entlang des Flusslaufs aber gab es grüne, satte Vegetation. Ein traumhafter Anblick, den wir für 70 – 80km genießen durften. Der Weg selbst bestand aus sehr feinem, weißen Kalksand. Die Staubentwicklung war enorm, erzeugt aber eine unglaublich epische Atmosphäre, die Javi auf den Bilder genauso einfangen konnte.

Spielplatz für Große: Diese Felsformation lädt zum Spielen ein.

Der technische Anspruch an Tag drei war, verglichen mit den Tagen davor, geradezu ein Wellnessurlaub. Daher waren wir schnell unterwegs und mussten konzentriert bleiben, da bereits kleine Fehler schmerzhafte Folgen haben können – wie Tibor bald herausfinden sollte.

Tibor hatte sich den Tag über um Götz gekümmert und ihn unterstützt, damit er nach seinem Sturz an Tag 1 wieder ein sicheres Gefühl bekommt. An einer technisch einfachen Steigung fuhr Tibor eine Linie für Götz vor. Die Sonne stand zu diesem Zeitpunkt tief, das Gras war hoch und verdeckte dadurch einen großen Stein, den Tibor im nächsten Moment zu spüren bekam: Er blieb mit seinem rechten Fuß daran hängen.

Was anschließend folgte, waren Schmerzen des Zorns. Tibor schrie vor Schmerzen, 10 Minuten lang. Wer ihn kennt der weiß: Tibor ist sicher vieles, aber keine Mimose. Irgendwann ließen die Schmerzen nach und die Gruppe nahm das letzte Teilstück in Angriff. Einige Zeit später kamen alle mehr oder weniger wohlbehalten im Hotel an.

So sehen sie aus: Schmerzen des Zorns
Götz kümmert sich um den angeschlagenen Kameraden.
Abwarten, bis der Schmerz vorüber ist.

Was Tibors Zeh betrifft: er war in der Zwischenzeit auf die Größe eines Zeppelins angeschwollen. Ob und wie Tibor in der Lage sein wird am nächsten Tag zu fahren, wird sich erst noch zeigen.

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